Nyan Cat Love is on Fire: Eine Liebe ohne Zweifel.

Sonntag, 15. September 2019

Eine Liebe ohne Zweifel.

Seit Tagen habe ich den Drang danach mir mal wieder alles von der Seele zu schreiben und siehe da - hier bin ich. Acht Monate nach meinem letzten Post. Und obwohl nichts allzu lebensveränderndes passiert ist, ist es doch keine komplett harmonische Zeit, in der ich mich momentan befinde. Dennoch möchte ich hauptsächlich über meine Gedanken und Gefühlen zu dem positivsten Teil meines Lebens schreiben: S. Mein fester Freund seit mittlerweile sehr glücklichen zehn Monaten.
Ich beginne allmählich zu glauben, dass er das Beste ist, was mir jemals passiert ist. Nach meiner völlig verkorksten Beziehung mit ihm, die dreieinhalb Jahre anhielt und ein weiteres Jahr einer (bescheuerten) Liebschaft zusätzlich angehangen, war ich der festen Überzeugung, dass ich von der Liebe die Schnauze voll habe. Wie sollte ich auch anders empfinden? Schließlich hätte es kaum böser zwischen uns enden können. "Du bist für mich gestorben" waren unter anderem meine letzten Worte an ihn. Und seit seiner vermeintlichen Entschuldigung per WhatsApp hat er auch nie wieder versucht Kontakt mit mir aufzunehmen. Gut, ich habe ihm auch eigentlich keine Möglichkeit gelassen es zu versuchen indem ich eine neue Handynummer besitze, ihn von Snapchat entfernt, meinen Facebook-Account gelöscht habe und mein Profil auf Instagram privat ist und er mir nicht folgt. Allerdings ist letzteres erst seit April diesen Jahres der Fall. Zuvor habe ich es öffentlich gehabt, jedoch hat er mir dann in unserem Urlaub eine (für mich) äußerst überraschende Frage gestellt, nachdem er wissen wollte warum mein Profil nicht privat ist: "Oder gibt es etwa jemanden Bestimmtes, bei dem du willst dass er deine Posts und Stories sieht?" Bis heute weiß ich allerdings nicht ob er wirklich ihn dabei im Hinterkopf hatte, jedoch kam mir das nicht ganz abwegig vor. Und da er daraufhin irgendwie sehr passiv mir gegenüber war, bin ich ihm entgegen gekommen indem ich mein Profil nicht nur privat eingestellt habe sondern auch Follower aussortiert habe. Mittlerweile folgen mir nur noch diejenigen, die ich kenne und so handhabe ich es seitdem weiterhin. Allerdings habe ich keine 24 Stunden vor dieser Unterhaltung mit ihm gesehen, dass er sich meine Stories immer noch anguckt. Als ob es völlig selbstverständlich wäre jeden meiner geposteten Momente zu verfolgen, obwohl er seit einem Jahr in einer neuen Beziehung ist. Und ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass mir das nicht einen kleinen Egopush verliehen hat, denn ich habe ihm seit seiner letzten Nachricht kein einziges Zeichen meiner Aufmerksamkeit hinterlassen. Das sind schlussendlich aber die letzten Augenblicke gewesen, in denen ich seinen Namen gelesen habe. Ich erwische mich oft dabei wie ich an unsere gemeinsame Zeit zurückdenke, sowohl an die guten als auch an die schlechten Momente. Ebenfalls oft denke ich an seine Familie, zumal seine jüngste Schwester mir manchmal immer noch auf Instagram Nachrichten schreibt. "Ich vermisse dich", war eine dieser und ich musste unwillkürlich weinen. Denn ich vermisse sie auch. Insgesamt viereinhalb Jahre mit einer Person und der dazugehörigen Familie zu verbringen hat mich geprägt und ich habe sie alle ins Herz geschlossen. Umso trauriger ist es im Nachhinein, dass er sich selbst brilliant wieder ausgeschlossen hat und damit nicht nur er sondern auch seine Familie nur noch ein Teil meiner Erinnerung sind. Doch was nicht sein soll, soll eben nicht sein. Auch wenn ich vermutlich noch einige Jahre brauchen werde um das Ganze eher in die hinterste Kammer meiner Gedanken zu verschließen.
Kommen wir aber zurück zu seinem kompletten Gegenteil: Ihm, S. Manchmal wünschte ich, er wäre schon viel früher präsenter in meinem Leben gewesen und nicht nur irgendjemand, der ein paar Kurse mit mir in der Oberstufe hatte. Wenn ich mich an die Abiturzeit zurück erinnere, ist er wirklich bloß eine verschwommene Gestalt. Ich wusste zwar dass es ihn gibt, jedoch hielt ich es nie für nötig ihn besser kennenzulernen. Damals war er noch mein fester Freund und alles andere als begeistert sobald mir ein Typ aus meiner Stufe näher als nötig kam. Jetzt, wo ich weiß wie der weitere Verlauf unserer Geschichte aussah, kann ich darüber wirklich nur noch den Kopf schütteln. Nichtsdestotrotz haben sich sein und mein Weg ja gekreuzt und ich kann mein Glück mit ihm kaum in Worte fassen. Er ist viel beschäftigt dadurch dass er ähnliche Arbeitszeiten hat wie ich und zusätzlich auch noch in einem Verein Fußball spielt, was Training natürlich miteinschließt. Dennoch komme ich nie zu kurz, denn auch wenn er nicht viel Freizeit hat, so räumt er immer genug Zeit für mich ein. Und sei es auch eben "nur" die eine Stunde Mittagspause, dir wir in der Nähe meiner Arbeitsstelle verbringen. Dafür kommt er dann extra auf seinem Fahrrad zu mir und es erleichtert meinen Alltag um ein ordentliches Gewicht. Er fährt mich auch noch immer sehr oft nach Hause oder sammelt mich auf halbem Wege ein, obwohl die Benzinkosten nicht die günstigsten sind und er monatlich auch noch dreißig Euro weniger zur Verfügung hat als ich. Er lädt mich oft genug zum Essen ein, er nimmt mich mit all meinen guten und schlechten Seiten, überschüttet mich mit großen sowie kleinen Zärtlichkeiten wenn wir beisammen sind und tut alles erdenkliche dafür, dass es mir gut geht. Und wenn es mir mal nicht gut geht, hört er mir aufmerksam zu und versucht mir zu helfen. Er ist so ziemlich all das, was ich immer haben wollte. Er verfügt über diese perfekte Mischung von Liebe, die mich weder einengt noch zweifeln lässt. Und ich könnte nicht dankbarer sein. "Ist doch selbstverständlich", sagt er oft. Doch ich sehe nur sehr wenig als selbstverständlich an. Es ist wirklich schön jemanden an seiner Seite zu haben, bei dem man sich nicht den Kopf darüber zerbricht ob er einen wirklich liebt. Denn das ist ein Gefühl, das ich eine längere Zeit nicht mehr kannte. Vielleicht habe ich auch deshalb eine so große Angst ihn irgendwann zu verlieren. Doch es ist wie als würde er es spüren wenn es wieder so weit ist und dann sagt oder macht er wieder etwas, das mir diese Angst nimmt. Zumindest temporär. Er ist mein Halt und ich würde ihn um nichts in der Welt wieder hergeben. Am 01. November werden wir ein Jahr zusammen sein, wie schnell die Zeit doch vergeht.

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