Karneval. Mal wieder ist die 5. Jahreszeit meiner Heimatstadt angebrochen und wie jedes Jahr stelle ich mich selbst vor die Wahl, ob ich was mache, wenn dann was und vor allem mit wem. Dieses Jahr habe ich mich für eine gute Freundin entschieden, die im selben Stadtteil wie er wohnt. Tatsächlich hat das damit nichts zutun gehabt aber es musste kommen, wie es kommen musste. Also, passt gut auf, liebe Leute! Ich habe Erzählstoff: An Weiberfastnacht und gestern musste ich arbeiten, was wirklich mies war, weil ich somit Donnerstag nichts machen konnte. Immerhin musste ich am nächsten Tag um 08 Uhr da sein und dann auch noch acht Stunden lang aufgedrehte Kinder um mich herum haben. Mit einem Kater wäre das bestimmt weniger lustig geworden. Jedenfalls habe ich am Abend zuvor meine Freundin gefragt, was sie denn an diesem Tag vor habe. Sie antwortete, dass sie auf eine Veranstaltung in ihrem Stadtteil ginge und dass einige der Leute, die mit uns in einer Stufe waren, dort auch hinkommen werden. Klang verlockend, also nahm ich ihr Angebot, mich anzuschließen, an. Gleichzeitig schrieb ich mit ihm und ich fragte ihn, wie er den Abend verbringen wird. Als er mir antwortete, stellte ich fest, dass wir am selben Ort feiern würden. Auf seine Gegenfrage schrieb ich ihm also zurück und seine Antwort folgte schlagartig. Eine lange Sprachnachricht kam an und ich saß mittlerweile im Pausenraum, zum Glück alleine, denn worum er mich bat, war das Allerletzte. Er sagte, dass seine Exfreundin mit unter den Leuten sei, mit denen er dorthin gehen würde und er hätte keine Lust auf Stress und dass sie ihm den Abend verdirbt. Es sei in keinster Weise meine Schuld aber er würde mich bitten ihn nicht anzusprechen oder zu ihm zu kommen. Er wüsste, dass das blöd klingt aber er hofft, dass ich es ein wenig nachvollziehen kann. Ohne weiteres antwortete ich: "Jaja, ich werde so tun als wärst du nicht da". Und ehe ich mich versah stieg ein unwohles Gefühl in mir auf. Mir gingen so viele wütende Gedanken im Kopf herum, dass ich mich gerade noch so zusammenreißen konnte, um nicht loszuweinen. Kurz vor dem Ende meiner Pause machte er eine weitere Sprachnachricht, in der er sagte, dass das wirklich gemein von ihm sei und er seufzte, dass er sehen wird, was er macht. Ich gab ein verächtliches Geräusch von mir und machte mich auf den Weg, zurück in meine Gruppe. Auf dem Weg dorthin kam mir eines der Mädchen entgegen und sie rief glücklich meinen Namen, worauf eine dicke Umarmung folgte. Ich bekam nicht viel mehr raus, als ihren Namen auszusprechen und ein wenig zu lächeln. Sie aber strahlte mich an, wie der größte Sonnenschein. Zurück im Gruppenraum setze ich mich auf einen der Erwachsenenstühle und sie kam wieder zu mir. Sie umarmte mich erneut und sagte: "Ich werde immer bei dir bleiben". Das gab mir den Rest. Meine Wut schlug um in Enttäuschung und meine Augen füllten sich mit Tränen. "Das ist schön, danke", flüsterte ich zurück und streichelte ihren Rücken. Sie sah zu mir auf und ihr Lächeln wurde weniger, als sie fragte: "Warum weinst du denn?" Ich aber beruhigte sie damit, dass ich gar nicht weinen würde und dass alles gut sei. Einige Minuten später folgte eine weitere Nachricht von ihm, da ich schließlich seine ignoriert habe. "Ach jetzt hör doch auf" und ein Smiley mit einer geraden Linie als Mund beinhaltete diese.
Nach der Arbeit antwortete ich ihm, dass er machen soll, wie er will. Ich werde ihn aber nicht ansprechen und er bräuchte sich da auch keine Sorgen zu machen. Bei der Veranstaltung angekommen tranken meine Freundin, noch eine alte Mitschülerin und ich vor. Bis ich irgendwann seine Exfreundin erblickte, gemeinsam mit seiner kleinen Schwester und sie rief seinen Namen und den eines weiteren. Da ich wusste, als was er verkleidet sein würde, erkannte ich ihn problemlos aus weiter Entfernung und mir rutschte das Herz weg. Schließlich war das letzte Mal, als wir uns gesehen haben, nicht besonders klasse und dieses Mal hat er mich nur ein paar Stunden vorher um etwas so dämliches gebeten, dass mir der Alkohol wieder hochkommen hätte können. Er beteuerte zwar, dass seine Exfreundin ihm natürlich nichts zu sagen hätte und er das auch bescheuert finde, dass sie mich nicht mag aber ja, seine Bitte blieb. Ich stellte mich also bewusst in Position, sodass er mich sehen konnte und trank einen weiteren Schluck aus meiner Flasche. Plötzlich war seine Ex wieder bei ihm, klebte förmlich an seinem rechten Arm und ich nahm an, dass jetzt der unangenehme Teil kommen würde: Die Ignoranz. Doch er entschied sich anders. Er blieb bei uns stehen, stand mir gegenüber und begrüßte uns. Er grinste breit und einen kurzen Moment trafen meine dunkelbraunen Augen auf seine blauen. Natürlich habe ich nicht gelächelt, wofür auch? Der Grund, weswegen ich nicht mit ihm sprechen sollte, wich schließlich nicht von seiner Seite. Ich fragte mich was der Mist hier sollte und sah weg, trank noch ein paar kleine Schlücke. Irgendwann ging er dann endlich und ich war stolz auf mich, dass ich das durchgezogen habe. Mir war klar, dass er mich damit quasi um Vergebung bitten wollte aber meine Wut vom Nachmittag kam wieder auf. So verging der Abend. Ich ignorierte ihn nach Strich und Faden, doch wenn er nicht hinsah, sah ich zu ihm. Das Verhältnis zwischen ihm und seiner Ex blicke ich kein bisschen durch, da so viel Körperkontakt zwischen den beiden ist, man könnte annehmen, sie seien bloße Freunde oder vielleicht sogar ein bisschen mehr. Ich bin nicht vor Eifersucht geplatzt, nein, aber ich war natürlich auch nicht glücklich mit diesen Szenen. Der Alkohol entfaltete jedenfalls immer weiter seine Wirkung, bis irgendwann wirklich betrunken war. Und wie so ziemlich jedes Mal, wenn ich zu viel getrunken habe, fange ich an zu weinen. Ich ging also raus und wollte mich dort beruhigen, auf der anderen Straßenseite. Ich setzte mich auf eine Treppe und weinte mir die Augen aus, bis sich auf einmal jemand zu mir gesellte. Vielleicht denkt oder hofft jetzt der Ein oder Andere 'ER!' aber Fehlanzeige. Es war keine Andere als seine Exfreundin. Ich erinnere mich nicht mehr an unser komplettes Gespräch aber im Endeffekt kam sie zu dem Entschluss, dass ich wirklich nett sei. Es kam sogar dazu, dass sie mich um meine Handynummer bat, damit ich ihr schreibe, wenn ich nachher alleine nach Hause fahre. Ein Wunder, dass ich überhaupt in dem Zustand meine Nummer in ihr Handy eintippen konnte. In diesem Rauschzustand dachte ich mir immer wieder: 'Das kann nicht gerade wirklich passieren. Das ist doch ein Witz, ich muss träumen! Nein, das ist alles echt. Ich träume nicht.' Es war unfassbar.
Ich ging zur Toilette und sah mein Gesicht. Ich konnte nicht leugnen, dass ich bitterlich geweint habe und so wollte ich nicht länger bleiben. Also ging ich zur Garderobe, schnappte meine Sachen und ging zur nächsten Bahnhaltestelle. Ich war in solch einem Trancezustand, dass ich um mich herum nichts mehr mitbekam. Ich konzentrierte mich nur darauf den richtigen Weg zu gehen und nicht dabei einzuschlafen. Irgendwann, als ich auf halber Strecke war, sah ich auf mein Handy und ich hatte eine neue Nachricht. Irgendwie wunderte es mich nicht zu sehr, dass sie von ihm war.
Naja, im Endeffekt wollte ich wirklich wenigstens einmal mit ihm gesprochen haben und ich gebe zu, dass mich seine Einsicht wirklich gefreut hat. Auch, dass er wollte, dass ich nochmal zurück komme und das nur, damit ich mit ihm rede. Das war ein schönes Gefühl, das zu lesen und wäre ich nicht so fertig gewesen, hätte ich das vielleicht sogar gemacht. Stattdessen habe ich zu dem Zeitpunkt aber schon längst geschlafen. Was von seiner letzten Nachricht noch abgeschnitten ist, ist sein letzter Satz: "Nächstes Mal reden wir beide was und nicht du und (der Name seiner Exfreundin)". Okay, wann auch immer das nächste Mal sein soll aber ich willigte ein. Ich glaube er hatte noch gut Alkohol im Blut, als er mir die Nachrichten geschrieben hat aber er war immerhin ehrlich und das ist das Einzige was zählt. Tja, so war das. Ein Abend mit einer ganz schön großen Wendung irgendwie. Sehr komisch alles gewesen und als Folge hatte ich heute einen Kater. Ich habe den Tag im Bett verbracht und Gossip Girl geguckt. Bis bald wieder! ♥
Ich kann nur belächeln, welche Wendung mein geplantes Vorhaben von gestern genommen hat. Gleich nachdem ich aufgewacht bin, kam ich auf die wilde Idee,ihn noch an diesem Tag zu fragen, ob er sich mal mit mir treffen würde. Tatsächlich hielt ich die Idee für grandios und für überhaupt nicht überstürzt. Ich ging also zur Arbeit, die erste Hälfte verging und ich hatte bereits zu Mittag gegessen, als ich in die Pause ging, so wie jeden Tag. Noch immer fest entschlossen machte ich mich auf den Weg in den Personalraum. Ich habe stets eine halbe Stunde Pause und verbrachte sie mit kleinen Grübeleien und Candy Crush spielen. Letztendlich habe ich dann eine Nachricht an ihn verschickt, in der ich ihn darum bitte, mich irgendwann später einmal anzurufen, weil ich ihn gerne etwas fragen würde aber eben nicht über WhatsApp. Als ich aber die beiden Häkchen zu Gesicht bekam, die mir bestätigten, dass diese Nachricht nun auf seinem Handy aufleuchten wird, rutsche mir das Herz in die Hose. "Scheiße", dachte ich und ging zurück in meine Gruppe. Gefühlt sah man mir an, dass ich gerade etwas ganz dummes gemacht habe aber zum Glück besitzen diese Kinder noch keine ausgeprägte Empathie (bis auf einen, der hat schon wirklich Ahnung davon, was seine Mitmenschen hören wollen und was nicht und was seine Worte auslösen). Ich versuchte mich also auf meine Arbeit zu konzentrieren und saß bei drei Kindern, die sich gerade an verschiedenen Puzzles zu schaffen machten. Keine halbe Stunde später vibrierte es an meinem Körper und ich musste einfach spinksen. Natürlich hat er nicht mit "Ja" oder "Nein" oder sonst irgendwas eindeutigem geantwortet. Stattdessen hakte er bloß nach: "Worum geht es denn?" Eine bessere Gegenfrage hätte er ehrlich nicht wählen können.
Ich zerbrach mir also die restliche zweite Hälfte meiner Arbeitszeit den Kopf darüber und fand einfach keine Antwort. Erst als ich im Bus, auf dem Weg nach Hause, saß, kam ich auf die Idee das Ganze in eine andere Richtung zu lenken. Keine unbedingt bessere aber weniger unangenehme. Also antwortete ich ihm, dass ich seinen Rat wollte aber mich nun doch anders entschieden hätte. Er reagierte natürlich verwirrt aber hängte ein mir willkommenes "Egal, egal" hinten dran, sodass ich erleichtert aufatmete. Ich war nicht scharf darauf, ihm weiteres zu erklären, denn mein Plan B enthielt ihm zu sagen, dass ich überlege mitihm Schluss zu machen. Zuhause machte ich ein Nickerchen, doch davor beantwortete ich nochseine Frage, wie es mir ginge, mit "Ganz gut und dir?" Daraufhin schrieb er: "Dann wird es ja nicht so schlimm gewesen sein". Schlaftrunken erwiderte ich: "Naja, es ist schon eine große Entscheidung" und damit hatte ich den Salat. Diskreter hätte ich ja nicht antworten können. Nachdem ich erneut eingeschlafen und wieder aufgewacht bin dachte ich, ich hätte meine Antwort bloß geträumt, doch leider war dem nicht so. Ich machte ihm also eine Sprachnachricht, in der ich ihm die Sachlage erklärte und hoffte, dass er es einfach ignorieren würde. Stattdessen aber wurde er natürlich umso neugieriger und ich fühlte mich nun irgendwie verpflichtet, ihm Antworten zu geben. Ich musste aber erstmal überlegen wie. Schreibe ich oder rede ich? Er aber gab mir Zeit, schrieb "Kein Stress" und lenkte das Thema auf etwas anderes. Eine knappe halbe Stunde später habe ich mich dann für das Reden entschieden und eine weitere Sprachnachricht verschickt, in der ich ihm erkläre, was ich überlege und wie ich ihn als erstes fragen wollte, ob er mit seiner jetzigen Exfreundin Schluss gemacht hat und wenn dem so ist, wie er das gemacht hat. Bestimmt nicht die bestmögliche Umschreibung meines Vorhabens vom Anfang aber auch nicht schlecht, finde ich. Letztendlich hat dieses Gespräch also einen ganz anderen Lauf genommen.
Ich musste erstmal verdauen, dass er ... Wie soll ich sagen, so erwachsen geworden ist. Und dass er den Nagel auf den Kopf getroffen hat, mit dem Punkt dass man in unserem Alter nicht zusammen bleiben soll und hoffen, dass das schon wieder wird. Denn das mache ich immerhin schon so lange. Folglich schrieb er, nachdem ich ihm seine Frage beantwortet habe, dass er mich da auch nicht großartig weiter beeinflussen möchte aber er versteht, dass das Hoffen da hart ist. Außerdem stünden wir uns dafür "nicht nahe genug". Okay, ich gebe zu, dass das ein wenig gesessen hat und mich das deshalb auch zu diesem Posttitel bewegt hat. Aber er hat recht. Nach gut Eineinhalb Jahren des gegenseitigen Anschweigens kann man uns natürlich nicht mehr als Freunde bezeichnen. Ich schrieb ihm aber ehrlich zurück, dass ich hoffe, dass wir es eines Tages wieder sein werden. Heute Morgen rechnete ich damit, dass er darauf nichts mehr schreiben würde und ich behielt recht, aber er hat bloß diesen Part in seiner Antwort ausgelassen. Ein neues Gespräch, mit "Guten Morgen" beginnend, hat er trotzdem angefangen und das hat mich erfreut. Klar ist das keine direkte Antwort aber auch keine Abweisung. Wir unterhalten uns wieder ganz normal über die alltäglichen Dinge und ich bin zufrieden damit. Nun gut, viel mehr habe ich jetzt auch nicht zu erzählen. Also, bis dann! ♥
Ich dachte, ich lasse mal die vermutlich wenigen Anwesenden hier wissen, was momentan bei mir so abgeht. Immerhin ist der letzte Post 8 Monate her. Huihuihui, da habe ich mal wieder lange nichts von mir hören lassen. Naja, um es kurz und schnell zu machen, rattere ich ein paar wichtige Punkte runter:
Ich war in Amerika, Kalifornien. Orte wie San Francisco, Santa Cruz und Hollywood habe ich also nun mit eigenen Augen gesehen und ich muss sagen, dass ich mir den ganzen Monat über, den ich bei meiner Tante dort verbracht habe, vorkam wie in einem Film. Denn irgendwie kannte man Sehenswürdigkeiten wie die Golden Gate Bridge bereits aber nun hatte man sie endlich vor einem.
Mein freiwilliges soziales Jahr hat schon ein halbes Jahr hinter sich und ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeitsstelle. Meine Einleiterin kümmert sich ganz reizend um mich und es sieht so aus, als würde ich am Ende ein Zeugnis mit der Bestnote "sehr gut" bekommen! Wenn das nicht super ist, weiß ich es auch nicht.
Leider werde ich einen Monat früher aufhören müssen, da ich ab August meine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten machen werde. Meine Einleiterin hat mir auch zu der Stelle verholfen, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Irgendwie freue ich mich schon darauf aber es graust mich auch ein wenig, bald wieder die Schulbank drücken zu müssen.
Mein Führerschein zieht sich ganz schön in die Länge. Ich bin seit Mitte August bei der Fahrschule angemeldet und hab noch immer nicht meine Theorieprüfung hinter mir. Geht es nur mir so, oder ist die Paukerei dafür verdammt ätzend? Ich habe ein bisschen Panik den ganzen Stoff nicht in meinen Kopf rein zu bekommen.
Ich habe meine Weisheitszähne Ende November gezogen bekommen. Alle vier. Ich möchte niemandem da draußen Angst einjagen, dem das noch bevor steht, aber es waren grauenvolle Tage. Ich hatte wirklich schlimme Schmerzen, mein Gesicht ist um das doppelte - wenn nicht sogar dreifache - angeschwollen und nur Flüssignahrung zu sich nehmen zu können ist mit das Schrecklichste!
Seitdem war mein Immunsystem am Arsch. Norovirus, Grippen, Entzündungen der Atemwege - Gott, es erschien endlos. Einen guten Nebeneffekt hatte es aber: Ich bin eine absolute Leseratte geworden. Ich habe in der Zeit ganze 17 Bücher verschlungen und bin momentan am 18. dran. Als wäre ich nicht schon Träumerin genug.
Und jetzt gehe ich zum vielleicht interessanteren Teil über: Die Liebe. Männer. Komisch irgendwie nicht mehr Jungs zu schreiben. Achja, ich bin mittlerweile 20 Jahre alt. Aber ich fühle mich selbstverständlich nicht so und vergesse es auch immer wieder. Gut, zurück zum wesentlichen! Ich bin immer noch mitihmzusammen. Mittlerweile sind es schon ganze 3 Jahre! Auch wenn ich es gerade ausformuliere, kann ich es kaum fassen. Was ich in meinen letzten Posts zu ihm erwähnt hatte, mit den ganzen Lügen, habe ich ihm mittlerweile ins Gesicht ... naja, fast geschrien. Ich glaube das war unser erster Streit und er ist noch keinen Monat her. Das war ein schwieriger Abend und ich habe lange nicht mehr so stark geweint. Danach ging es mir ein wenig besser und er hat mir versprochen, dass er sich ändert aber stellt das mal eben mein Vertrauen zu ihm wieder her? Nein, leider nicht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob er jemals ohne die Aufmerksamkeit von Anderen klar kommt. Das mag ihn verzweifelt rüber kommen lassen aber ich weiß mich nicht anders auszudrücken. Ich überlege nun schon sehr, sehr lange ob ich mit ihm Schluss machen soll. Diese ganze Heimlichtuerei von ihm hat mir weh getan und ihn in ein völlig anderes Licht gerückt. Ein Licht, das mir nicht gefällt. Ein Licht, mit dem ich glaube ich auf Dauer nicht weiter zurecht kommen werde. Aber ich habe halt auch Angst diesen Schritt zu wagen. Wir sind nun schon so lange zusammen ... Ich weiß auch nicht. Ich kann meine Angst nicht wirklich beschreiben aber sie ist da.
Dann wäre da noch eine Sache: Er. Ja, genau, DER. Um den sich dieser ganze Blog überhaupt jemals gedreht hat. Ich hoffe keiner schlägt sich jetzt mit der flachen Hand gegen die Stirn und ist kurz darauf mir einen rasenden Kommentar zu schreiben, in dem von A bis Z hinterfragt wird, was nicht mit mir stimmt und warum dieser verdammte Kerl immer noch in meinen Posts auftaucht. Naja, was soll ich sagen? Dieser Idiot ist und bleibt ein Teil meines Lebens. Nachdem ich ihn auf der Aftershowparty seiner Schule, gemeinsam mit seiner (jetzt Ex-)Freundin gesehen habe, habe ich ihn irgendwann über WhatsApp gefragt, warum er mich so ignoriert. Es gab da nämlich noch einen Vorfall im Bus, wo er mir wirklich das Gefühl vermittelt hat, mich nicht kennen zu wollen. Denkt ihr, ich habe darauf eine Antwort bekommen? Um Himmels Willen, nein! Stattdessen hat er mich einfach blockiert. Ich war so sprachlos und gleichzeitig so wütend über diese Art von Antwort, dass ich mir geschworen habe, ihm nie wieder zu schreiben. Natürlich habe ich trotzdem Spekulationen darüber aufgestellt aber gebracht haben sie mir nichts. Die Zeit verstrich und am Abend des 23. Januars diesen Jahres war es dann so weit. Mit Fieber kam ich auf die wilde Idee seine Nummer nochmal einzuspeichern und zu gucken, ob ich immer noch blockiert bin. Dann erschien da dieses kleine aber wichtige online unter seiner Nummer und ich war ... Ja, was war ich? Entsetzt. Überrascht. Ein klein wenig froh. Jedenfalls habe ich ihm dann geschrieben, dass ich überrascht darüber sei, dass er mich entblockt hat und wie es dazu käme. Er antwortete, dass er das erst vor kurzem getan hat und es ihm leid tut. Dass das ganze eine blöde Aktion war. Ich habe ihm auch direkt recht gegeben, indem ich gesagt habe, dass das nicht eine seiner besten war, doch im Endeffekt habe ich ihm verziehen. Ja, ich bin schwach aber ich wollte es auch nicht weiter in die Länge ziehen. An diesem Tag war er noch nicht bereit dazu gewesen, mir die Gründe für meine Blockierung zu nennen aber ein paar Wochen später hat er mir offenbart, dass seine Freundin einfach kein Fan von mir war aber da die beiden nun nicht mehr zusammen sind, das keine Rolle mehr spielt. Nicht ganz in den Worten aber so in der Art. Irgendwann werde ich ihn noch fragen, was er ihr bitte von mir erzählt hat, sodass ich ihr ein Dorn im Auge war. Wie dem auch sei, er und ich stehen wieder in Kontakt und ich kann nicht leugnen, dass mir das gefällt. Wir flirten nicht oder sowas, keine Sorge, aber wir gehen locker miteinander um. Obwohl ich darauf brenne ein Fragen-und-Antworten-Spiel mit ihm zu machen, traue ich mich noch nicht wirklich auf dieses Gebiet und am allerliebsten würde ich sowas ja sogar persönlich machen oder per Telefon, da er mir so weniger ausweichen kann. Naja, das bleibt erstmal eine Wunschvorstellung. Deshalb auch der Posttitel. Ich kann nicht sagen, wo genau ich für ihn stehe aber ich hoffe der Platz ist nicht in den hintersten Reihen sondern schon eher mittig. Bis irgendwann wieder, ihr Lieben! ♥