Nyan Cat Love is on Fire: Juli 2013

Samstag, 27. Juli 2013

Ein Wiedersehen nach nur zwei Tagen.

Ich schätze, dass man bereits am Titel erkennen konnte, um was es hier gehen wird. Richtig: Er und ich haben uns schon gestern, am 26. Juli, wiedergesehen. Wir schrieben den Tag davor auf WhatsApp und es war irgendwie ein wenig komisch. Ich fragte ihn, ob er sich denn wirklich sicher sei, dass ich ihn vor Amerika nicht mehr sehe. "Sonst hätte ich das ja nicht gesagt ..", schrieb er, "Außer ich komme nochmal zu dir ;):*". Es mag wohl ziemlich dumm und hirnverbrannt klingen, doch ich achte sehr auf Smileys. Dieser Zwinkersmiley verunsicherte mich. Normalerweise provoziert es mich, wenn man mir den schreibt aber diesmal wirkte er auf mich so: "Damit wir nochmal Spaß haben können, bevor ich weg bin." Nicht ganz im Klaren darüber, ob ich da bloß zu viel hinein interpretiere oder da etwas dran sein könnte, stimmte ich trotzdem zu. Wir beschlossen, dass er um 14 Uhr bei mir sein würde und das war er auch. Mit Bauchschmerzen startete dieses Treffen, da ich nicht wusste, wie es nun sein würde und auf was ich mich da einlasse. Ich denke zu viel nach, oder? Aber was ist, wenn diese Bedenken begründet sind? Ungefähr so denke ich immer. Als er klingelte rannte ich runter zur Tür, wo ich aber dann feststellte, dass ich keine Ahnung hatte, wo denn der Schlüssel war und somit begann meine Suche durch das ganze Haus. Er klingelte ein zweites Mal und ich war endlich fündig geworden. Bereits erschöpft eilte ich noch zur Tür und schloss diese auf. Ich entschuldigte mich und er kam rein, woraufhin eine Umarmung folgte. Die ersten paar Minuten waren wieder verdammt seltsam. Wir saßen am Wohnzimmertisch und redeten kein Wort miteinander. Ich gab ihm etwas zu trinken und wir schwiegen. Schließlich aber stand ich auf und ging raus aus dem Wohnzimmer. Ich hoffte, dass er mir folgen würde, doch das tat er nicht. Er sah mir nur irritiert hinterher, was ich sehen konnte, als ich mich wieder zu ihm umgedreht habe. "Ich lass dich hier sitzen!", lächelte ich ihn an und er kam mir daraufhin hinterher. Wir gingen rauf in mein Zimmer.
Es hat nicht lange gedauert, bis wir beide auf mein Bett gefallen sind, er sich über mich gebeugt hat und mich küsste. Wir verbrachten den Tag wie, als wären wir zusammen. Wir kuschelten und küssten uns so lange, bis er nach Hause musste. Das waren ganze sechs Stunden und ich genoss jede Einzelne. Ich kann mit ihm so viel und ehrlich lachen, wie mit sonst keinem. Doch der Abschied war grob. Er war schon beinahe zu spät und rannte runter, um seine Schuhe anzuziehen. Er beschloss alleine zur Bushaltestelle zu laufen und küsste mich noch einmal schnell, ehe er dann die Tür aufschloss und drauf los sprintete. "Wenn ich etwas vergessen habe, ruf mich an!", rief er mir noch mit einem breiten Grinsen zu und dann war er weg. Ich schrieb ihm später in WhatsApp, dass ich mich dafür bedanke, dass ich ihn nochmal sehen und bei mir haben durfte und dass er sich mit mir zusammen RTL wieder angesehen hat. Ein Herz zierte das Ende der Nachricht und jetzt ratet mal, was nun ist. Vielleicht konnte man es sich denken. Er schreibt mir nicht mehr zurück. Er war bereits einige Male online, doch es kommt einfach nichts. Ich komme damit, sensibel wie ich bin, natürlich nicht klar und musste deswegen heute auch schon weinen. Ich habe einfach Angst. Dass es jetzt wirklich so enden muss. Ich will das nicht. Ich habe bereits überlegt, es irgendwie nochmal zu schaffen ihn wiederzusehen. Vielleicht einfach zu ihm nach Hause zu fahren, ihn fragen ob er da ist und wenn er dies bestätigt, dass er dann raus kommen soll oder etwas dergleichen. Er wird jetzt aber erstmal eine Woche in Holland sein, zusammen mit seinem besten Freund. Ich? Nun, ich kann zusehen, dass mich die Ungewissheit nicht ganz auffrisst. Es muss einfach irgendwie klappen, dass ich ihn nochmal sehe ...

Donnerstag, 25. Juli 2013

4 Stunden und 25 Minuten, Tierarzt und geküsst.

Achtung: Ein sehr langer Post aber es lohnt sich! Guten Abend, meine wundervollen Leser! Vielleicht merkt man es schon jetzt, dass ich ziemlich aufgedreht bin und es mir gut geht. Ich habe sogar schon Kopfschmerzen von dieser Euphorie! Ich will nun auch direkt beginnen zu erzählen: Heute Morgen um 00:30 erreichte mich eine Facebook-Nachricht von ihm: "Soll ich morgen bei dir vorbei kommen?:)" Ja. Es war die Nachricht, auf die ich gewartet habe. Bei ihm muss man wissen, dass wenn er nach Mitternacht 'Morgen' sagt, er den bereits begonnenen Tag meint. Also heute. Wir haben es auch geschafft! Wir haben uns getroffen! Bevor es jedoch dazu zustande kam, gab es noch einige Hindernisse. Meine Eltern, die eigentlich nur kurz bei mir vorbei kommen wollten, im Nachhinein aber sehr viel länger blieben, als ich vermutet hätte und wie er davon sprach seinen besten Freund mit zu mir zu nehmen. Dennoch kam es letztendlich dazu, dass er alleine zu mir kam, um ca. 16 Uhr. Ungeduldig wartete ich am Fenster darauf ihn endlich zu Gesicht zu bekommen. Schließlich kam er dann den Gehweg entlang. Sofort rutsche mein Herz an eine komplett falsche Stelle in meinem Körper und ich begann im Kreis zu rennen. Komplett aufgeregt und typisch verliebt einfach. Ich sah von weitem durch das Fenster, wie er sich immer mehr der Tür näherte und er dann endlich klingelte. Völlig neben der Spur suchte ich meinen Schlüssel und rannte daraufhin los, um ihn endlich zu mir herein zu holen. Als ich die Tür öffnete grinste er, kam auf mich zu und nahm mich in seine Arme. Er ist so viel größer einfach mal als ich und gerade das macht diese Umarmungen so besonders. Er hielt mich sanft fest und streichelte mir leicht über den Kopf. Ich fühlte mich wohl und mein Herz klopfte verdammt schnell. Mit leicht zitternden Beinen löste ich mich von ihm und er zog sich die Schuhe aus. Ab da wurde es dann aber ein wenig seltsam. Wir wussten nicht genau, worüber wir reden sollten und somit kam immer wieder dieses peinliche Schweigen auf. Zum Glück aber musste ich noch zum Tierarzt mit meinen beiden Lieblingen und er war bereit, mir zu helfen, indem er ein Kaninchen trägt und ich eins. Wir machten uns auf den Weg und ab da wurde es ziemlich lustig. Wir trafen auf komische Leute und konnten somit leichter in Gespräche einsteigen. Beim Tierarzt lief auch alles ohne weitere Probleme und somit konnten wir wieder zurück fahren.
Er ging bereits vor, um eines der Kaninchen zurück in den Stall zu bringen, was zur Folge hatte, dass ich aus meinem eigenen Zimmer ausgesperrt wurde. Er hatte seinen Spaß und ich fand es im Nachhinein dann auch ziemlich lustig. Als ich wieder rein gelassen wurde, machte ich den Fernseher an und wir sahen ein wenig RTL. Er legte seine Hand immer wieder auf meinem Knie ab, wo ich natürlich nichts gegen hatte. Ab und zu alberten wir ein wenig herum, sodass ich manchmal mit dem Kopf auf seiner Brust lag und er einen seiner Arme um mich herum legte. Plötzlich hörte ich ein kleines Grummeln seines Magens und er gestand, dass er hungrig sei. Ich holte uns zwei Joghurts und er war zum Schluss neidisch, dass ich den Leckereren von uns hatte, hihi. Als er Durst bekam holte er zwei übrig gebliebene Beck's Green Lemon, von dem Abend mit meiner besten Freundin, aus dem Kühlschrank. Wir tranken diese gemeinsam und begannen 'Alles was zählt' zu schauen. Wohl eher wurde er dazu gezwungen, da ich nicht umschalten wollte. Ich kann schon egoistisch sein. Irgendwann legte er sich auf den Bauch und schloss seine Augen. Ich beobachtete ihn dabei und fand ihn einfach nur unbeschreiblich schön. Obwohl ich weiß, dass er mir schon so oft weh getan hat und ich Unmengen von Tränen wegen ihm vergossen habe, liebe ich diesen Jungen von ganzem Herzen. Fraglich, wann ein Ende in Sicht ist. Ob ein Ende in Sicht ist. Denn, wenn es nach mir ginge, würde ich am liebsten den Rest meines Lebens mit ihm verbringen wollen. Sowas mit 16, beinahe 17, zu sagen, ist wohl früh aber momentan geht es mir einfach so. Ich legte meine Hand vorsichtig an seine Wange und strich leicht mit dem Daumen über diese. Er öffnete die Augen und legte seinen Arm um mich, mit dem er mich auch bei sich festhielt. Die Luft wurde jedoch knapp, erst Recht da das Wetter ja momentan nicht gerade das Kühlste ist und somit musste ich mich diesem Griff wieder entreißen. Wir unterhielten uns trotzdem und irgendwann meinte er: "Ich bin immer brav." Ich piekste ihm leicht mit dem Zeigefinger in die Wange und gab ein leises Lachen von mir. "Mhm ... Geht so, 'ne?", antwortete ich und er sah mich an. Innerhalb von Sekunden nahmen wir dann eine völlig neue Position ein. Er stürzte sich auf mich, sodass er perfekt über mich gebeugt war. Ich konnte mich keinen Millimeter mehr bewegen und er sah mir in die Augen. "Sag, dass ich immer brav bin!", grinste er und ich schüttelte den Kopf. "Ich beiße!", drohte er und verwirklichte seine Worte, indem er begann mir leicht in den Hals zu beißen. Ich musste lachen, da ich eine leichte Gänsehaut bekam und es kitzelte. Ich versuchte ihn wegzustoßen, doch er war einfach zu schwer. Er wanderte vom Hals zu meiner Wange und schließlich wechselte er seine harmlosen Bisse dort immer wieder ab. Unvermeidlich war dann ein Biss in die Wange, der etwas fester war und somit schrie ich leicht auf. Er entschuldigte sich, doch es hielt nicht davon ab nicht weiterzumachen und er biss mir wieder leicht in die Wange. Er rutschte (ich bin mir nicht sicher, ob das extra war) mit seinen Lippen ein wenig ab und landete nur knapp neben meinen. Ein paar Millisekunden später spürte ich dann seine Lippen, wie er mir einen weichen Kuss auf den Mund gab. Im ersten Moment realisierte ich rein gar nichts.
Ich küsste ihn einfach zurück, als ob es nichts besonders wäre, doch dann wurde es mir klar: Ich hatte kein schlechtes Gefühl bei diesem Kuss. Es fühlte sich nicht falsch oder komisch an. Diese Lippen waren nicht fremd, sondern mehr als vertraut. Ich fühlte mich zum ersten Mal, seit einem Jahr wieder, bei einem Kuss so richtig wohl. Denn das war nicht irgendwer, der mich da geküsst hat. Das war er. Ab da küssten wir uns immer wieder. Mal länger, mal kürzer, mal sanfter, mal verlangender. Draußen braute sich währenddessen ein Gewitter zusammen und als es donnerte bewegte ich meine Lippen mit seinen. Im Hintergrund der Fernseher, den ich aber von Mal zu Mal immer mehr überhörte. Als gäbe es nichts mehr. Nur noch ihn und mich. Jedoch kamen mir irgendwann Zweifel in den Kopf. Er liebt mich sicher nicht und selbst wenn, dann wäre es der ungünstigste Zeitpunkt überhaupt. Er wird nach Amerika gehen. Ganze 10 Monate werden uns eine Menge an Kilometern voneinander trennen. Wollte er als Abschluss von Deutschland nur nochmal jemanden richtig küssen? War ich da gerade zur falschen Zeit am falschen Ort? Würde ich am Ende nur noch mehr verletzt sein, als ich es nach der Trennung schon war? Das waren alles Fragen, die mir durch den Kopf schossen. Zum Schluss spielten diese aber keine Rolle mehr. Denn er war in dieser letzten gemeinsamen Stunde der, der mich auf seinen Händen trug und dann küsste. Ja, wirklich, das tat er! Am liebsten hätte ich ihn für immer bei mir behalten. Die Zeit sollte nicht vergehen. Sie sollte stehen bleiben. Das tat sie aber nicht.
Somit begleitete ich ihn zur Bushaltestelle. Es regnete wie aus Eimern und wir quetschten uns unter einen Regenschirm. Sein Arm lag um mir und er zog mich näher an sich ran. Es bildeten sich riesige Pfützen und der Regen wurde immer stärker. Trotz des Regenschirmes wurden wir beinahe komplett nass. Wir warteten auf den Bus und ich presste mich an ihn, woraufhin er mich bei sich festhielt. Ich sah ihn an und er lächelte, ehe er sich zu mir herunter beugte und mich erneut küsste. Meine Chucks waren bereits komplett durchnässt und nahmen eine völlig neue Farbe an, doch das interessierte mich zu dem Zeitpunkt nicht die Bohne. Er wusch mir ein Stück meines verwischten Eyeliners von der Wange und lächelte dann wieder. Einige Minuten später kam dann der Bus und dies bedeutete Abschied. "Der Bus!", weiste er mich noch einmal darauf hin und ich sah ihn an breit lächelnd an. Er beugte sich wieder zu mir herunter, um mir zwei seiner wundervollen Küsse zu geben. "Ich weiß nicht, ob wir uns vor Amerika nochmal wiedersehen", begann er und der Bus hielt vor uns an, "also wünsche ich dir schon einmal ein schönes Schuljahr und viel Spaß. Hab dich lieb!" Er stieg in den Bus ein und ich sah zu, wie sich die Türen hinter ihm schlossen. Der Regen prasselte auf meinem Regenschirm und ich machte mich langsam auf den Weg nach Hause. Ich sah noch, wie er mir aus dem Bus gewunken hat und das war das Ende unseres Treffens. Wir haben auch danach geschrieben und ich bedankte mich: "Danke übrigens für deine Hilfe mit dem Tierarzt :$". "Danke für alles andere! ", antwortete er darauf und ich schrie erstmal das leere Haus zusammen. Ich war glücklich. Endlich mal wieder ehrlich glücklich. Ich schrieb, dass ich hoffen würde, dass er nicht bereue ohne seinen besten Freund gekommen zu sein. "Nein ich bereue es nicht." Der Punkt lässt es zumindest ernsthaft rüberkommen. Hiermit verabschiede ich mich von euch! Mittlerweile ist es auch schon 00:42 und ich hatte mit dem Post schon sehr viel früher begonnen. Seht es alles aus der Perspektive des gestrigen Tages. Der 24. Juli. Der Tag, an dem sich vielleicht alle Mühen für einen kurzen Moment auszahlten. Gute Nacht und ich melde mich dann wieder!

Dienstag, 23. Juli 2013

Eigentlich will ich nicht warten.

Durstig ging ich zum Kühlschrank. Bei diesem schwülen Wetter gibt es nichts besseres als Eistee, wenn ihr mich fragt! Erfreut nahm ich die kühle Flasche heraus und wollte sie aufdrehen, doch es ging nicht. Meine ganze Kraft setzte ich ein, was aber anscheinend nichts brachte, da der Verschluss sich keinen Millimeter bewegte. Frustriert versuchte ich es mit den Zähnen, auch wenn meine Mama mir immer wieder sagt, dass das nicht gut ist. Ich aber war verzweifelt und blieb es auch, denn es brachte wirklich gar nichts. Ein Messer sollte meine letzte Rettung sein, indem ich die kleinen Verschlussstreifen vom Deckel abtrennte. "Jetzt klappt es!", dachte ich mir und versuchte es wieder und wieder und wieder. Meine Geduld war am Ende und ich brachte die Flasche wieder zurück zum Kühlschrank, wo ich dann doch noch mein letztes Stück Motivation aufbrauchen wollte. Diesmal ging sie auf! Was ich falsch gemacht habe? Ich habe die ganze Zeit in die falsche Richtung gedreht ...
Solche Vorfälle, wie dieser von vorhin, sind ziemlich typisch für mich. Ich hatte gestern einen sehr schönen Tag! Am See war es wirklich entspannend und ich bin sogar wieder etwas braun geworden. Die Nacht, bis ungefähr halb Vier, war auch mehr als lustig. Wir haben uns Beck's gekauft, Pizza bestellt, Melone gegessen, laut Musik gehört, die Sterne angesehen, auf der Straße getanzt, ein altes Tagebuch von mir verbrannt und so weiter. Es war wirklich fantastisch! Besonders die Verbrennung meines Tagebuches war unbedingt nötig. Es war 2010, als ich es geschrieben habe, jedoch will ich mich an nichts davon mehr erinnern. Ich habe es mir auch nicht mehr richtig durchgelesen, weil ich diese Erinnerungen mehr als peinlich finde. Einen Teil davon werde ich sicher nicht vergessen, jedoch wollte ich die genauen Details nicht mehr besitzen. Nun denn, den heutigen Tag werde ich wohl zuhause verbringen, da das Wetter einfach zu stickig ist und hier drinnen ziemlich kühl. Zudem bin ich schon jetzt so ungeduldig und hätte es am liebsten, wenn er mir in dieser Sekunde endlich einen Tag sagt, an dem er diese Woche Zeit für mich hat. Eine Freundin von mir meinte, dass ich ihn anschreiben soll, um nachzufragen, doch da er ja meinte, dass er sich melden wird, will ich das eigentlich nicht. Ich stecke da wohl ziemlich in der Zwickmühle. Habt einen schönen Tag und bis morgen!

Montag, 22. Juli 2013

Diese Sache mit dem "Ich mag dich".

Guten Morgen, ihr Lieben! Ich sitze hier gerade mit einer Schüssel Cornflakes, welche zu wenig Milch enthält und lasse laute Musik das Wohnzimmer füllen. Ich hätte nicht gedacht, dass mein letzter Post doch so viel Feedback bekäme. Vielen Dank dafür und ich freue mich riesig, dass ich so treue Leser habe! Mir kommt es da nicht auf die Menge an. Es könnte auch nur Einer sein und es würde mich trotzdem zum Lächeln bringen. Fühlt euch alle einmal feste gedrückt!
Letzte Nacht war mal wieder einer dieser Momente, in denen ich es hasse mit ihm zu schreiben. Das ergibt jetzt womöglich keinen Sinn, nicht wahr? Immerhin jammere ich mir die Luft aus der Lunge, wenn er sich nicht bei mir meldet. Die Sache ist jedenfalls die, dass ich mit ihm nicht schreiben kann, wie mit anderen Jungs. Nicht nur weil er mein Exfreund ist, sondern halt auch weil ich ihn verliebt bin. Mir fällt es dann deutlich schwerer die Unterhaltung nicht verstauben zu lassen und meistens gelingt es mir auch nicht. Wenn man mich dann auch noch darauf anspricht, würde ich am liebsten im Erdboden versinken.
Als ich geschrieben habe, dass er dann wem anderes schreiben kann, war ich mir nicht sicher, ob das zickig oder eingeschnappt rüber kommen würde. Ich wusste aber, dass er darauf antworten würde. Ich musste sogar ein wenig lachen, als ich wieder diese "Halts Maul"-Reaktion lesen durfte. Ich werte das nie als eine Beleidigung oder etwas dergleichen, denn es ist ja auch keine. Er schreibt das immer, wenn ich (seiner Ansicht nach) ziemlichen Müll rede. Meine Denkweisen, die ihm nicht gefallen. Er wird dann auch direkt fordernd. "Rede von was anderem" oder, wie hier, "antworte mir jetzt auf meine Frage". Ich finde das irgendwie süß. Die darauf folgende Nachricht, in der er meint, dass er mich doch mag und mit mir schreiben will, ließ mich wieder skeptisch werden. Es ist schrecklich, dass ich immer daran zweifeln muss. Es freut mich zwar, wenn er mir das sagt, dennoch kann ich ihm das irgendwie nie richtig glauben. Weswegen mein "Hm okay :$" alles war, was mir dazu einfiel. Besonders dass er mit mir schreiben will, hat mich ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich zweifel daran noch mehr, als wenn er mir sagt, dass er mich mag. Ich bin ziemlich kompliziert und dumm, oder? Aber vielleicht kann man mich ja doch ein bisschen verstehen ... Nun, er war jetzt der Letzte, der geschrieben hat. Ich habe nicht mehr geantwortet und es war auch bloß eine dieser Gute-Nacht-Nachrichten. Jetzt heißt es warten, dass er mir den Tag nennt, an dem er vor hat zu mir zu kommen. Ich bin gespannt wann und ob er das tun wird. Bis dahin werde ich gleich erstmal mit meiner Allerbesten Freundin an den See fahren und daraufhin wird heute meine beste Freundin bei mir übernachten. Ich freue mich schon riesig! Genießt diesen schönen Sommertag und bis morgen.

Sonntag, 21. Juli 2013

Von Worten zu Taten ist es ein weiter Weg.

Vorab: Dieser Post wird etwas länger, bin gespannt ob den sich wirklich jemand ganz durchliestIch bin unter den Lebenden! Mein Laptop ist noch immer zu stur um zu funktionieren, jedoch habe ich ja jetzt den Computer meiner Eltern für zwei Wochen. Ich will nun auch nicht viel unnötiges schreiben, sondern fange direkt an zu erzählen: Ich beginne mit einer kleinen Zeitreise zum 30. Juni. Es war ein ruhiger Sonntag und das Wetter angenehm warm. Mein Blick wanderte automatisch vom Bett aus immer wieder zum Fenster. Der Himmel war so wunderschön blau und dieser Anblick lud nur so dazu ein an die frische Luft zu gehen. Ich aber musste warten. Auf eine Nachricht von ihm. Es war unerträglich. Der dritte Anlauf zu einem kleinen Treffen sollte an diesem Sonntag stattfinden, jedoch hatte er erst spät Nachmittags Zeit aber wann genau wusste er halt eben nicht. Somit wälzte ich mich im Bett umher und starrte immer wieder auf mein Handy. Schließlich war es 17 Uhr und ich zweifelte endgültig daran, dass das noch was geben kann. Mit einem Gefühl der Naivität beschloss ich ein wenig zu schlafen. Ich drehte mich auf eine Seite und schloss die Augen. Mein Plan schlug fehl, doch ich gab die Schuld meiner Seitenlange und drehte mich somit wieder auf den Rücken. Ich wollte noch ein letztes Mal auf mein Handy schauen, bevor ich einen zweiten Versuch wagte und siehe da: Er hatte geschrieben! "So kannst jetzt kommen. Komm am besten zum Spielplatz beim Marktplatz, wenn du weißt wo das ist..", schrieb er. Zum Spielplatz? Mir war bewusst, wo dieser sich befindet, doch ich verstand seine Logik nicht. Warum nicht zu ihm nachhause? Und warum schreibt er mir auch noch so stumpf? Zudem war ich mittlerweile etwas zu faul geworden, um mich aus dem Bett zu bewegen. "Bin zu müde, dauert noch bis ich komme aber ja kann sein, dass ich weiß wo das ist :)", antwortete ich und nur ein paar Sekunden später bekam ich von ihm zu lesen: "Ich hab nicht unendlich zeit.." Wie das für mich rüber kam? Als hätte er einen richtig vollen Terminplaner und konnte mich gerade noch so irgendwie dazwischen schieben, damit er es endlich hinter sich hat. "Oh mein gott ok, ich komme", tippte ich ein und versendete es, ehe ich mich dann frisch machte. Als ich fertig war, schrieb er, dass ich doch zu ihm nach Hause kommen soll. Mein Vater war so lieb und fuhr mich zu ihm. Als ich aus dem Auto ausstieg und mein Vater wieder weg war, wurden meine Beine langsam zittrig. Mit seinen Informatiksachen in den Händen und einem Kribbeln im Bauch, klingelte ich und wartete.
Die Tür ging langsam auf und er kam dahinter hervor.  "Hallo ...", begrüßte er mich etwas leise und umarmte mich. Ich begrüßte ihn zurück und erwiderte seine Umarmung, ehe er mir seine Sachen aus der Hand nahm und die Tür hinter mir schloss. Er ging ins Wohnzimmer und ich ging ihm zögernd hinterher. Seine Sachen legte er auf einem kleinen Tisch ab und sich selbst ließ er ins Sofa fallen. Ich tat ihm gleich, setzte mich jedoch ein Stück weiter weg von ihm hin. Dann war es da: Das peinliche Schweigen. Wir lächelten uns gegenseitig an aber sagten nichts. Diese paar Sekunden fühlten sich an wie endlose Stunden und somit fasste ich mir ein Herz, wobei aber auch nicht viel bei raus kam: "Hi." Er fing an leise zu lachen und grinste mich dann an. "Hallo." Dann fiel mir wieder ein, weswegen ich noch hier war: Er wollte mir etwas erzählen, was mit meinem Lieblingsmädchen, bzw. meiner besten Freundin zutun hat. Jedoch war das vollkommen unnötig, dass er deswegen unbedingt mit mir reden wollte. Er regte sich bloß über sie auf. Immer wieder versuchte ich ihn zu beruhigen und vom Gegenteil zu überzeugen, doch seine Ansicht zu ihr stand fest und ich konnte nichts daran ändern. Schließlich hörten wir beide, wie jemand die Haustür aufschloss. Seine Eltern und seine Geschwister kamen herein und sein Vater war der Erste, den ich zu sehen bekam. Er schien leicht verwundert zu sein, mich zu sehen, doch er begrüßte mich freundlich und seine Mutter tat genau das Selbe. Sein kleiner Bruder stand schüchtern hinter seiner Mutter, doch er schenkte mir ein süßes Grinsen. "Was ist denn? Erkennst du sie nicht wieder? Ihr habt euch lange nicht mehr gesehen, was?", fragte sein Vater ihn, während er sich kurz zu ihm herunterbeugte, jedoch bekam er statt einer Antwort bloß ein liebliches Kinderlachen zurück. "Stören wir euch?", fragte seine Mutter ihn und mich mit einem breiten Grinsen. Ich schüttelte freundlich den Kopf, doch er antwortete: "Ja." Er unterhielt sich kurz mit ihr über etwas anderes und stand dann auf. Er drehte sich zu mir um und machte eine Kopfbewegung in Richtung Flur. "Komm!", forderte er mich auf und ich ging ihm hinterher. Ab da waren wir in seinem Zimmer. Es sieht nicht mehr so aus wie früher, da er es umgestellt hat, jedoch roch es noch genau gleich. Er setzte sich auf seinen Sitzsack und ich mich auf das Sofa direkt daneben hin. Wir begannen uns zu unterhalten, über vielerlei verschiedenes. Wir konnten zusammen lachen aber es kamen auch Momente, in denen es um mich ging und es ernster wurde. Ich habe noch mit ihm und seiner Familie zu Abend gegessen, was auch lustig (und lecker!) war, woraufhin wir beide dann etwas Fernsehen geguckt haben. Er hat mich in diesen paar Stunden oft in die Arme genommen und sogar hin und wieder meine Hand genommen, jedoch dann nicht losgelassen. Zum Beispiel wenn er mir mein Handy weggenommen hat und ich es wieder zurück haben wollte, hat er meine Hand festgehalten, mit der ich es mir zurückholen wollte und diese dann festgehalten. Nicht feste, sondern ganz normal und sanft. Ich war ziemlich verwundert. Auch kurz bevor ich gegangen bin, hat er seine Arme um mich gelegt und mir leicht lächelnd in die Augen gesehen. Ich gab ihm dies zurück, doch dann musste ja mein Vater anrufen, um mir zu sagen, dass er jetzt da ist, da er mich abholen wollte. Nun denn, das waren diese paar gemeinsam Stunden mit ihm. Eigentlich war es doch ganz schön, wenn ich gerade so überlege ...
Als ich wieder zuhause war, schrieb er mir, dass sein ganzes Zimmer jetzt nach mir riechen würde. "Hahaha, schlimm? :$", fragte ich ihn. "Im Gegenteil :)", antwortete er und ab da war dann eine Weile Funkstille. In diesem Falle war es eine Funkstille von 10 Tagen. Dazu komme ich gleich noch, vorerst etwas anderes: Dass ich meiner Therapeutin gestanden habe, dass ich mich selbst verletzt habe, hatte bis jetzt noch keine sonderliche Auswirkung gehabt. Sie ist darauf bis jetzt noch nicht weiter eingegangen und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das tun sollte. Mein letzter Rückfall ist nun 11 Tage her, jedoch war dieser nicht so schlimm, wie der davor. Die Verletzungen sind wieder am verheilen und mir geht es gerade ganz in Ordnung. Ich versuche erneut stark zu bleiben und hoffe, dass ich dies besonders nächste Woche gut schaffe. Diese Woche habe ich noch einiges vor, doch in der Nächsten sieht es stark danach aus, dass ich komplett alleine sein werde. Wieder zurück zu ihm: Am 10. Tag der Funkstille habe ich es nicht mehr ausgehalten. Auch in der Schule hat er mich in dieser Zeit keines Blickes mehr gewürdigt und ich fühlte mich komplett dämlich. Somit begann ich einen kleinen Fehler: Ich rief ihn an. Er ging auch sofort dran und begrüßte mich, woraufhin ich ihn nervös zurück begrüßte. Das Gespräch war nicht lang und doch ziemlich bescheuert, da ich eine viel zu zittrige Stimme besaß und nicht genau wusste, was ich sagen sollte. Er wusste ebenfalls nichts und das machte es nur schlimmer. Er erkannte bei meiner Antwort auf die Frage "Wie geht's dir?", dass es mir nicht wirklich gut geht und gab mir die Option, dass ich mir überlegen kann, ob ich reden will. Das tat ich dann in WhatsApp, da ich das Schreiben einfach leichter finde.
Mittlerweile hat er mich auch schon gefragt, wann ich denn noch nichts vor hätte und er wird schauen, an welchem dieser Tage er auch Zeit hat. Naja, ich als kleiner Pessimist denke noch immer eher, dass er nicht zu mir kommen wird aber ich lasse es einfach mal auf mich zukommen. Hiermit beende ich diesen langen Post und verabschiede mich für heute von euch! Einen wunderschönen Sonntag euch allen und ich freue mich, wieder posten zu können!