Nyan Cat Love is on Fire: Ein abgefucktes 2018 mit gutem Ende.

Sonntag, 20. Januar 2019

Ein abgefucktes 2018 mit gutem Ende.

Irgendwie komme ich doch immer wieder auf meinen alten Blog zurück. Obwohl ich bereits 22 Jahre alt bin, kann ich es nicht lassen mal wieder meinen Kopf frei zu bekommen, indem ich einfach drauf los tippe und letztendlich einen Post veröffentliche. Ich bereue bis heute nicht diesen Blog ins Leben gerufen zu haben und werde auch weiterhin nicht in Erwägung ziehen ihn irgendwann mal zu löschen. Es ist zwar bereits mitten in der Nacht aber gerade um diese Zeit gehen mir die meisten Gedanken durch den Kopf. Ich bin froh, dass das Jahr 2018 doch noch ein Ende gefunden hat. Klar, jedes Jahr findet sein Ende aber es gab Stellen in denen es ziemlich aussichtslos aussah. Das war vor allem ihm zu verschulden. Meinem letzten Exfreund und "Ex-Liebhaber". Wobei es vielmehr meine Schuld war mich nochmal auf ihn einzulassen. Mein ungutes Bauchgefühl vom Anfang dieser "Liebschaft nach der Beziehung" hat sich zum Schluss jedenfalls bestätigt. Er gehört zu der Sorte Mensch, die sich niemals ändern wird. Die Sorte Mensch, die sich selbst immer vor andere stellen wird. Ich habe viel geweint und gelitten. Doch er wollte mich auch nicht gehen lassen. Jedesmal wenn ich sagte, dass ich einen Schlussstrich setzen will, sagte er mir was ich hören wollte oder versuchte auf irgendeine andere Art und Weise mich zu halten. Allerdings bloß zu seinem Vergnügen und nicht weil ihm noch großartig viel an mir lag. Es kann ziemlich weh tun nur auf das Körperliche reduziert zu werden, das weiß ich jetzt. Und er hielt es bis zum bitteren Ende nicht einmal für nötig ehrlich zu mir zu sein. Denn während er noch mit mir was am laufen hatte, fing er bereits was mit einer anderen an. Das hat er natürlich nicht von sich aus erzählt. Ich habe es ihm aus der Nase gezogen. Er hat einfach unterschätzt wie gut ich ihn kenne bzw. kannte. "Glaub was du willst", sagte er immer wieder. Das tat ich dann auch, denn ich behielt Recht mit meinem Glauben. Also packte ich jegliches Erinnerungsstück an ihn in einen großen Müllsack und stellte ihn vor meiner Haustür ab, bereit für ihn zur Abholung. Ich war wutentbrannt. Nicht nur weil er mal wieder nicht ehrlich mit mir war und er sein Geständnis in einer billigen WhatsApp-Nachricht abgelegt hat, sondern auch weil ich ein zweites Mal so dumm war zu glauben, dass er mich wirklich liebt. Mittlerweile ist er mit diesem anderen Mädchen zusammen. Das war ein erneuter Schlag ins Gesicht aber ich habe es - Gott sei Dank - relativ schnell verkraftet. Kurz nachdem ich davon erfahren habe, hat er mir noch eine letzte "Tut mir leid"-Nachricht zukommen lassen. Diese war allerdings absolut lächerlich und ich habe bis heute nicht darauf geantwortet. Diese kam im Mai 2018 an. Also ist es nun schon acht Monate her, dass ich das letzte Mal von ihm gehört habe. Auch ein bisschen komisch wenn man bedenkt, dass wir insgesamt viereinhalb Jahre zusammen verbracht haben. Naja, auch das hat irgendwann sein Ende gefunden.
Und es hat mir die Chance gegeben mich gegenüber einem anderen Menschen zu öffnen. Jemandem, den ich bereits kannte. Wir haben zusammen Abitur gemacht aber eher nebeneinander her gelebt als großartig gemeinsam. Doch im Oktober kreuzten sich unsere Wege nochmal. Der Grund dafür? Mein Geburtstag. Ich lud ein paar Leute aus meiner alten Jahrgangsstufe ein und darunter war auch er. Ich kürze seinen Namen mal ab: S. Wir gingen zu Fünft in der Innenstadt Kölns feiern und ich bemerkte, dass ich eine gewisse Wirkung auf S. hatte. Natürlich gefiel mir das, denn auch wenn mein Herz ein viertes Mal zerfetzt wurde - und auch noch jeweils zweimal von zwei verschiedenen Personen -, machte es mir Spaß Männern zu gefallen. Ich habe normalerweise schnell genug die Grenze gezogen, doch bei S. tat ich das nicht. Einfach weil es nicht den Anschien machte, dass er ernstere Absichten hat. Ein paar Tage später fragte er mich jedoch, ob ich Lust hätte mal mit ihm Essen zu gehen. Ich sagte zu und es kam zum ersten Treffen. Und es war so schön einfach mit ihm ... Ich war überhaupt nicht verklemmt oder habe mich irgendwie von ihm eingeengt gefühlt. Aber vor allem war er so erfrischend anders als der Arsch von Exfreund. S. ist die Sorte Mann, die noch Wert darauf legt einer Frau die Tür aufzuhalten. Ihr Komplimente zu machen. Sie nach Hause bis vor die Haustür zu bringen und so weiter ... Doch ich wollte das alles nicht zu nah an mich ran lassen. Also dachte ich mir nicht viel dabei, als es zum ersten Kuss zwischen uns kam. Ich dachte mir nicht viel dabei, als das eine zum anderen führte. Und ich dachte mir nicht viel dabei, als er immer wieder seine Arme um mich schling und mir einen Kuss auf die Stirn gab. Was dazu führte, dass ich eine leichte Panikattacke bekam, als er fragte: "Sind wir eigentlich zusammen ... ?" Selten war ich sprachloser und ich sah ihn nur an wie ein verschrecktes Kaninchen. Am liebsten hätte ich auf der Stelle meine Sachen genommen und wäre weggelaufen. Doch nach einiger Zeit des Nachdenkens entschied ich mich dazu mich auf ihn und damit auf etwas neues einzulassen. Und bis jetzt bereue ich diese Entscheidung keine Sekunde. Er ist der Erste, der mir das Gefühl gibt alles richtig zu machen. Der mich in keiner Weise unter Druck setzt. Der mir einen Strauß Blumen geschenkt hat. Der eindeutig weiß und sagt was er will und am 01. November 2018 war das ich. Er ist ein guter Mensch. Natürlich hat auch er seine kleinen Macken aber die sind durchaus akzeptabel und sie machen ihn zu dem, der er ist. Im Großen und Ganzen überwiegen seine positiven Eigenschaften bei weitem. Und auch wenn ich es nicht gedacht hätte, habe ich Vertrauen zu ihm aufbauen können. Das ist mit das Wichtigste an der ganzen Sache. Also, mein 2018 hat doch noch einen guten Schluss gehabt und sei 2019 hat umso besser begonnen. "Ich habe wirklich ein ganz schönes Glück mit dir", sagte er heute während er mich nach Hause gefahren hat. Immer wieder hat er mich von der Seite aus angesehen und dabei gegrinst. Es ist ein schönes Gefühl so geliebt zu werden. Er ist also nicht der Einzige der von Glück reden kann.

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