Nyan Cat Love is on Fire

Dienstag, 15. Juli 2014

Das scheinbar unvergängliche Herz.

Guten Abend, ihr Lieben! Ich hoffe es geht euch gut und ihr hattet einen schönen Tag. Mein Tag bestand diesmal daraus um ca. 10:30 Uhr bei der Frau vom Jugendamt, die für mich zuständig ist, zu sein und dort eine Stunde meines Lebens zu verplempern. Hinzu kam, dass ich die vorige Nacht bis 04 Uhr wach war und ich somit nicht ausgeschlafen habe. Nun, hier kann man aber auch sagen, dass ich es selbst Schuld bin. Ich musste einen Antrag auf mein Pflegekindergeld stellen, da ich ja dieses Jahr bereits 18 Jahre alt werde und es weiterhin benötige, bzw. es schadet ja nicht. Als ich dann zuhause war, habe ich mir noch den Empfang unseres Weltmeister-Teams in Berlin auf ARD angesehen und bin dann eingeschlafen, woraufhin ich auch nicht vor Abenddämmerung wieder aufgewacht bin. Übrigens freue ich mich riesig darüber, dass wir Weltmeister geworden sind! Mein eigentlicher Favorit war ja Mexiko aber die sind, dank der Holländer (dicke fette Ironie), schon viel zu früh rausgeflogen. Somit feuerte ich Deutschland an und durfte, nachdem ich beim Public Viewing war, Köln von einer so glücklichen, hupenden und feiernden Seite sehen. Ich blieb mit ihm noch eine Weile nach dem Sieg draußen und habe es einfach nur genossen. Es war wunderbar! Ich liebe es in Köln zu wohnen.
Jetzt zum Titel dieses Postes: Am letzten Schultag bin ich noch einmal kurz in die Innenstadt gefahren, da ich noch etwas für ein Geschenk für ihn besorgen musste. Dabei fiel mir etwas ganz bestimmtes ins Auge: Kreidespray. Ich war hin und weg, da es schon so lange her war, dass ich mit Kreide gemalt hatte und jetzt könnte ich mit Kreide sprayen und es würde wieder weg gehen. Begeistert kaufte ich mir es und musste es gleich am nächsten Tag mit ihm ausprobieren. Wir waren gerade auf dem Weg zu einer ausgiebigen Shoppingtour und nutzten diesen aus, um den ganzen Gehweg bis zur Bahn zu besprayen. Er sprayte (typisch) einen Penis, versuchte sich an Herzen, schrieb seinen Namen und schaffte es schließlich ein perfektes Herz hinzubekommen. Er schrieb unsere Initialen hinein und gab mir einen Kuss. Ich fand das ziemlich süß und fand es bereits schade, dass es nach einem kurzen Regenschauer wieder weg sein würde.
Nach zwei kompletten Regentagen machte ich mich erneut auf den Weg zu Bahn und sah das Unfassbare: Alles, was wir gemalt hatten, war noch da. Zwar nicht mehr so intensiv wie am Anfang aber noch deutlich genug um es zu erkennen. Heute, eine Woche später, kann man es noch immer perfekt erkennen. Das Herz mit unseren Initialen. "Ganz schön kitschig eigentlich", dachte ich mir, als ich kurz davor stehen blieb und es fotografierte, um es ihm nachher zu schicken. Andererseits aber fand ich es schön, dass es noch nicht weg ist und ich bin gespannt, wie lange es noch zu sehen sein wird.
Bevor ich mich nun wieder verabschiede, wollte ich bemerken, dass ich meine Playlist mal wieder etwas aufgefrischt habe. Ich habe nicht viel verändert aber vielleicht gefällt es euch ja. Meinen Header wollte ich anfangs auch mal wieder ändern aber ich finde, dass er eigentlich ziemlich schön ist und entschied mich um. Ich hoffe ihr seht das genauso, hihi. Falls nicht, lasst es mich unbedingt wissen! Ich bin offen für alles. Bis dann!

Sonntag, 13. Juli 2014

"Versprich mir, dass du das nie mehr wieder denkst."

Man könnte sagen, dass ich mich gerade etwas schäme, während ich diese Worte hier abtippe. Völlig aus dem Nichts tauche ich wieder auf und ich würde es niemandem verübeln, wenn man diesen Post nicht lesen wird. Im Grunde genommen will ich auch einfach nur das loswerden, was mir gerade um 01:46 Uhr Nachts durch den Kopf schwirrt. Es ist so viel passiert!
Ich fange hiermit an: Mein 2. Halbjahr in der 11. Klasse war ein genauso schlimmes Disaster, wie das Halbjahr zuvor. Nicht nur das Gefühl ein kompletter Versager zu sein plagte mich in den letzten Wochen und Monaten, sondern auch das Wissen, dass ich es wirklich versucht habe und trotzdem gescheitert bin. Ich lernte so viel es nur ging. Ich schwänzte sogar Stunden wie Kunst, nur um früher nachhause zu kommen und mehr Zeit zum Lernen zu haben. Ich schrieb meine letzten drei Klausuren alle hintereinander. Montag, Dienstag, Mittwoch. Pädagogik, Mathe, Physik. Mein Abendessen hielt ich während des Lernens und ihn vernachlässigte ich gleich mit dazu, was jedoch zum Glück nicht noch zu mehr Stress führte, da er Verständnis für mich hatte. Meine Resultate: 4-, 4, 5. Ich weinte jeden Tag in dieser Lernphase und nach diesen Ergebnissen. Letztendlich habe ich einen Antrag auf freiwillige Wiederholung gestellt und dieser wurde, zum Glück, angenommen. Ihr könnt euch vielleicht auch vorstellen, was das für einen Rumor ausgelöst hatte, als nach und nach alle aus meiner Stufe erfuhren, dass ich nächstes Jahr nicht mein Abitur mit ihnen zusammen machen werde. Das lag zum größten Teil auch daran, dass viele denken, dass ich eine gute Schülerin bin, wenn sie mich sehen ...
Durch dieses versaute Schuljahr sind auch Teile meiner etwas unschöneren Gedanken wieder zurückgekehrt. Das Gefühl der Nutzlosigkeit. "Ich bin nicht gut genug". Diese Frage in meinem Kopf: "Warum bin ich hier, verdammt nochmal?" Es macht mich wahnsinnig. Letzten Donnerstag kam er wieder zurück, nachdem er ein paar Tage bei seiner Oma verbracht hatte. Ich wollte ihn vom Zug abholen, doch zuvor wollte ich noch meine neue Pillenpackung besorgen. Die Apothekerin aber schickte mich wieder mit den Worten "Die kommt leider erst in einer Stunde an, kommen Sie dann wieder" in die Wüste und verpasste mir somit wunderbare schlechte Laune, die ich genau da keineswegs gebrauchen konnte. Sie war so schlecht, dass ich auf dem Weg zum Bahnhof immer wieder mit den Tränen kämpfen musste. Ich war wütend. Wütend, dass ich gleich nachdem ich ihn wieder in die Arme schließen kann, ich mich wieder von ihm verabschieden muss, um diese dämliche Pille zu holen. Zudem haben mir immer wieder schmierige Typen hinterher gepfiffen und mich mit diesem ekligen Grinsen angesehen. Ich war auch noch angewidert und wollte nur noch in mein Bett. Als ich dann schließlich am Bahnhof angekommen war, ist er auch noch an mir vorbei gegangen. Er kam wieder zurück, jedoch war meine Stimmung irgendwie dadurch, dass er mich kurz nicht gesehen hatte, echt dahin. Meine Freude auf unser Wiedersehen ließ zu wünschen übrig und genau so eine Szene hatten wir bereits schon einmal, als er aus England wiederkam. Es sollte genauso ablaufen, wie an diesem Tag. Ich holte meine Pille ab und fuhr zu ihm, da ich bei ihm übernachten wollte. Meine Laune hatte seine Laune zerstört und somit war da ein Problem. Verzweifelt schrieb ich ihm: "Ich sollte dich wohl nicht mehr abholen", worauf er antwortet: "Nein, das solltest du wirklich nicht". Gleich darauf bemerkte er, dass das nicht unbedingt die Worte waren, die ich lesen wollte und ich fühlte mich nur noch wie die schlechteste Freundin auf Erden. Ich habe dieses Wiedersehen zerstört. Mal wieder! "Was stimmt nur nicht mit mir?", fragte ich mich, als ich auf dem Weg zu seinem Haus war. Währenddessen spamte er mich mit Entschuldigungen zu und dass er es schön fände, wenn ich ihn abhole. Angelogen fühlte ich mich bei dem Wort 'schön' und blieb 20 Minuten in einem Park sitzen, ehe ich weiterging. Eine Leere zog in mich ein. Bin ich so ein schlechter Mensch? Warum bin ich nur so reizbar? Warum kann ich nicht einfach ganz normal und gut gelaunt sein? WARUM? Als ich bei ihm angekommen war, dauerte es keine viertel Stunde und ich fing an zu weinen. "Rede mit mir ...", bat er mich immer wieder, doch ich bekam keinen Pieps raus. Er umarmte mich stumm und wusch mir die Tränen weg. Ich vermeidete jeglichen Blickkontakt. Plötzlich gab er mir einen Kuss, den ich aber nicht erwiderte, da ich zu wütend auf mich selbst war. Eine Weile später küsste er mich erneut, doch ich konnte ihn noch immer nicht zurückküssen. Irgendwann blieb er mit seinen Lippen nur noch Millimeter vor meinen stehen. Ich riss mich zusammen und küsste ihn. "Ich liebe dich. Ich liebe dich so unendlich sehr. Du bist der schönste und perfekteste Mensch für mich, den es gibt.", sagte er leise und meine Tränen stiegen wie in einem Marathon. Nachdem ich mich einmal komplett ausgeweint habe, so richtig aus dem Bauch heraus, bis mir das Atmen schwer fiel, konnte ich ihm in etwa sagen, weswegen ich so zerstört bin. "Was mit dir nicht stimmt?", wiederholte er mich und sah mich an, als wäre ich gerade aus irgendeinem Irrenhaus entflohen. "Das Einzige was mit dir nicht stimmt ist, dass du denkst, dass etwas mit dir nicht stimmt!" Ich schwieg und hörte ihm einfach nur zu. "Du denkst, dass du nicht gut genug bist? Wie oft muss ich dir denn noch sagen, dass für mich der allertollste Mensch bist? Wie schön du bist und perfekt? Das sage ich dir nicht nur, weil ich dich liebe. Du hast auch so eine so tolle Persönlichkeit. Wie kannst du da sowas nur denken?" Mehr als ein Zucken mit den Schultern kam nicht von mir. "Versprich mir, dass du das nie mehr wieder denkst." Mir fiel dieses Versprechen schwer, doch ich willigte ein. "Erinnere dich immer an dieses Versprechen!", befahl er mir. Ich nickte.
Wir haben uns noch nie gestritten in den 8 Monaten, die wir nun schon zusammen sind. Aber was ist schlimmer: Sich zu streiten oder solche Momente miteinander zu haben? Ich persönlich weiß es nicht. Hiermit verabschiede ich mich wieder und wünsche allen schöne Sommerferien!

Samstag, 12. April 2014

Gott sei Dank, es sind Ferien!

Endlich sind meine heiß ersehnten Ferien da. Stattdessen ist aber mein Junge fort. Dieser befindet sich gerade mit seinem besten Freund in Holland. Ich kriege noch immer leichte Schauer, wenn ich daran denke, dass er weg ist oder noch wegfährt. Immerhin habe ich im Sommer 2012 durch ihn damit keine sonderlich schönen Erfahrungen gemacht. Apropos er, seine Heimreise rückt immer näher. Möglicherweise wird er Ende Juni wieder in Köln sein und die Vorstellung, ihm irgendwann mal zufällig in der Stadt zu begegnen ... Naja, ich weiß nicht genau, ob es mir "Angst" macht. Wohl eher nicht. Jedoch wäre es schon unangenehm. In 6 Tagen ist auch sein Geburtstag.
Zurück zu ihm. Er ist bloß bis Montag weg und am Dienstag sehe ich ihn auch schon wieder. Von Mittwoch auf Donnerstag werde ich bei meiner Tante in Bonn sein. Das klingt vielleicht auf den ersten Blick ziemlich langweilig, doch meine Tante ist eine klasse Frau! Sie ist von Seiten meiner Pflegefamilie und die zweite, sowie definitiv bessere, Frau meines Onkels. Seine erste und mittlerweile Ex-Frau kann ich irgendwie nicht wirklich leiden. Meine Oma aber sieht das ganz anders: Sie liebt sie gerade zu! Das ist auch der Grund, weswegen seine Ex-Frau noch immer bei jedem Familienanlass dabei ist, obwohl sie ja nicht mal mehr dazu gehört, geschweige denn den Familiennamen trägt. Meiner Tante, zu der ich dann nächste Woche fahren werde, wird es in der Familie nicht gerade leicht gemacht. Vielleicht ist das auch der Grund, weswegen wir uns beide so gut verstehen. Meine Oma bevorzugt auch lieber meine Halbschwester, die von meinen Pflegeeltern adoptiert wurde, gegenüber mir. Jedenfalls hat meine Tante vor mit mir Schmuck zu machen. Sie ist wirklich kreativ und begabt! Nicht nur was den Schmuck angeht, sondern auch ihre Malerei ist wunderschön. Die ganzen Flure im Haus sind voll mit ihren Bildern und ich kann sie immer wieder nur bestaunen. Zudem hat sie vor mit mir Burger zu machen und ich stelle mir das alles ziemlich super vor! Ich freue mich schon sehr darauf.
Von Freitag, dem 18. April, bis Montag, dem 21. April, bin dann ich an der Reihe mit ihm wegzufahren. Wir werden ebenfalls nach Holland fahren, jedoch an einen ganz anderen Ort und wir freuen uns schon seit Wochen darauf! Bis dahin heißt es also noch etwas geduldig bleiben und die Ferien solange genießen. Ich hoffe, ihr habt auch was schönes vor oder seid bereits schon im Urlaub!