Nyan Cat Love is on Fire

Sonntag, 13. Juli 2014

"Versprich mir, dass du das nie mehr wieder denkst."

Man könnte sagen, dass ich mich gerade etwas schäme, während ich diese Worte hier abtippe. Völlig aus dem Nichts tauche ich wieder auf und ich würde es niemandem verübeln, wenn man diesen Post nicht lesen wird. Im Grunde genommen will ich auch einfach nur das loswerden, was mir gerade um 01:46 Uhr Nachts durch den Kopf schwirrt. Es ist so viel passiert!
Ich fange hiermit an: Mein 2. Halbjahr in der 11. Klasse war ein genauso schlimmes Disaster, wie das Halbjahr zuvor. Nicht nur das Gefühl ein kompletter Versager zu sein plagte mich in den letzten Wochen und Monaten, sondern auch das Wissen, dass ich es wirklich versucht habe und trotzdem gescheitert bin. Ich lernte so viel es nur ging. Ich schwänzte sogar Stunden wie Kunst, nur um früher nachhause zu kommen und mehr Zeit zum Lernen zu haben. Ich schrieb meine letzten drei Klausuren alle hintereinander. Montag, Dienstag, Mittwoch. Pädagogik, Mathe, Physik. Mein Abendessen hielt ich während des Lernens und ihn vernachlässigte ich gleich mit dazu, was jedoch zum Glück nicht noch zu mehr Stress führte, da er Verständnis für mich hatte. Meine Resultate: 4-, 4, 5. Ich weinte jeden Tag in dieser Lernphase und nach diesen Ergebnissen. Letztendlich habe ich einen Antrag auf freiwillige Wiederholung gestellt und dieser wurde, zum Glück, angenommen. Ihr könnt euch vielleicht auch vorstellen, was das für einen Rumor ausgelöst hatte, als nach und nach alle aus meiner Stufe erfuhren, dass ich nächstes Jahr nicht mein Abitur mit ihnen zusammen machen werde. Das lag zum größten Teil auch daran, dass viele denken, dass ich eine gute Schülerin bin, wenn sie mich sehen ...
Durch dieses versaute Schuljahr sind auch Teile meiner etwas unschöneren Gedanken wieder zurückgekehrt. Das Gefühl der Nutzlosigkeit. "Ich bin nicht gut genug". Diese Frage in meinem Kopf: "Warum bin ich hier, verdammt nochmal?" Es macht mich wahnsinnig. Letzten Donnerstag kam er wieder zurück, nachdem er ein paar Tage bei seiner Oma verbracht hatte. Ich wollte ihn vom Zug abholen, doch zuvor wollte ich noch meine neue Pillenpackung besorgen. Die Apothekerin aber schickte mich wieder mit den Worten "Die kommt leider erst in einer Stunde an, kommen Sie dann wieder" in die Wüste und verpasste mir somit wunderbare schlechte Laune, die ich genau da keineswegs gebrauchen konnte. Sie war so schlecht, dass ich auf dem Weg zum Bahnhof immer wieder mit den Tränen kämpfen musste. Ich war wütend. Wütend, dass ich gleich nachdem ich ihn wieder in die Arme schließen kann, ich mich wieder von ihm verabschieden muss, um diese dämliche Pille zu holen. Zudem haben mir immer wieder schmierige Typen hinterher gepfiffen und mich mit diesem ekligen Grinsen angesehen. Ich war auch noch angewidert und wollte nur noch in mein Bett. Als ich dann schließlich am Bahnhof angekommen war, ist er auch noch an mir vorbei gegangen. Er kam wieder zurück, jedoch war meine Stimmung irgendwie dadurch, dass er mich kurz nicht gesehen hatte, echt dahin. Meine Freude auf unser Wiedersehen ließ zu wünschen übrig und genau so eine Szene hatten wir bereits schon einmal, als er aus England wiederkam. Es sollte genauso ablaufen, wie an diesem Tag. Ich holte meine Pille ab und fuhr zu ihm, da ich bei ihm übernachten wollte. Meine Laune hatte seine Laune zerstört und somit war da ein Problem. Verzweifelt schrieb ich ihm: "Ich sollte dich wohl nicht mehr abholen", worauf er antwortet: "Nein, das solltest du wirklich nicht". Gleich darauf bemerkte er, dass das nicht unbedingt die Worte waren, die ich lesen wollte und ich fühlte mich nur noch wie die schlechteste Freundin auf Erden. Ich habe dieses Wiedersehen zerstört. Mal wieder! "Was stimmt nur nicht mit mir?", fragte ich mich, als ich auf dem Weg zu seinem Haus war. Währenddessen spamte er mich mit Entschuldigungen zu und dass er es schön fände, wenn ich ihn abhole. Angelogen fühlte ich mich bei dem Wort 'schön' und blieb 20 Minuten in einem Park sitzen, ehe ich weiterging. Eine Leere zog in mich ein. Bin ich so ein schlechter Mensch? Warum bin ich nur so reizbar? Warum kann ich nicht einfach ganz normal und gut gelaunt sein? WARUM? Als ich bei ihm angekommen war, dauerte es keine viertel Stunde und ich fing an zu weinen. "Rede mit mir ...", bat er mich immer wieder, doch ich bekam keinen Pieps raus. Er umarmte mich stumm und wusch mir die Tränen weg. Ich vermeidete jeglichen Blickkontakt. Plötzlich gab er mir einen Kuss, den ich aber nicht erwiderte, da ich zu wütend auf mich selbst war. Eine Weile später küsste er mich erneut, doch ich konnte ihn noch immer nicht zurückküssen. Irgendwann blieb er mit seinen Lippen nur noch Millimeter vor meinen stehen. Ich riss mich zusammen und küsste ihn. "Ich liebe dich. Ich liebe dich so unendlich sehr. Du bist der schönste und perfekteste Mensch für mich, den es gibt.", sagte er leise und meine Tränen stiegen wie in einem Marathon. Nachdem ich mich einmal komplett ausgeweint habe, so richtig aus dem Bauch heraus, bis mir das Atmen schwer fiel, konnte ich ihm in etwa sagen, weswegen ich so zerstört bin. "Was mit dir nicht stimmt?", wiederholte er mich und sah mich an, als wäre ich gerade aus irgendeinem Irrenhaus entflohen. "Das Einzige was mit dir nicht stimmt ist, dass du denkst, dass etwas mit dir nicht stimmt!" Ich schwieg und hörte ihm einfach nur zu. "Du denkst, dass du nicht gut genug bist? Wie oft muss ich dir denn noch sagen, dass für mich der allertollste Mensch bist? Wie schön du bist und perfekt? Das sage ich dir nicht nur, weil ich dich liebe. Du hast auch so eine so tolle Persönlichkeit. Wie kannst du da sowas nur denken?" Mehr als ein Zucken mit den Schultern kam nicht von mir. "Versprich mir, dass du das nie mehr wieder denkst." Mir fiel dieses Versprechen schwer, doch ich willigte ein. "Erinnere dich immer an dieses Versprechen!", befahl er mir. Ich nickte.
Wir haben uns noch nie gestritten in den 8 Monaten, die wir nun schon zusammen sind. Aber was ist schlimmer: Sich zu streiten oder solche Momente miteinander zu haben? Ich persönlich weiß es nicht. Hiermit verabschiede ich mich wieder und wünsche allen schöne Sommerferien!

Samstag, 12. April 2014

Gott sei Dank, es sind Ferien!

Endlich sind meine heiß ersehnten Ferien da. Stattdessen ist aber mein Junge fort. Dieser befindet sich gerade mit seinem besten Freund in Holland. Ich kriege noch immer leichte Schauer, wenn ich daran denke, dass er weg ist oder noch wegfährt. Immerhin habe ich im Sommer 2012 durch ihn damit keine sonderlich schönen Erfahrungen gemacht. Apropos er, seine Heimreise rückt immer näher. Möglicherweise wird er Ende Juni wieder in Köln sein und die Vorstellung, ihm irgendwann mal zufällig in der Stadt zu begegnen ... Naja, ich weiß nicht genau, ob es mir "Angst" macht. Wohl eher nicht. Jedoch wäre es schon unangenehm. In 6 Tagen ist auch sein Geburtstag.
Zurück zu ihm. Er ist bloß bis Montag weg und am Dienstag sehe ich ihn auch schon wieder. Von Mittwoch auf Donnerstag werde ich bei meiner Tante in Bonn sein. Das klingt vielleicht auf den ersten Blick ziemlich langweilig, doch meine Tante ist eine klasse Frau! Sie ist von Seiten meiner Pflegefamilie und die zweite, sowie definitiv bessere, Frau meines Onkels. Seine erste und mittlerweile Ex-Frau kann ich irgendwie nicht wirklich leiden. Meine Oma aber sieht das ganz anders: Sie liebt sie gerade zu! Das ist auch der Grund, weswegen seine Ex-Frau noch immer bei jedem Familienanlass dabei ist, obwohl sie ja nicht mal mehr dazu gehört, geschweige denn den Familiennamen trägt. Meiner Tante, zu der ich dann nächste Woche fahren werde, wird es in der Familie nicht gerade leicht gemacht. Vielleicht ist das auch der Grund, weswegen wir uns beide so gut verstehen. Meine Oma bevorzugt auch lieber meine Halbschwester, die von meinen Pflegeeltern adoptiert wurde, gegenüber mir. Jedenfalls hat meine Tante vor mit mir Schmuck zu machen. Sie ist wirklich kreativ und begabt! Nicht nur was den Schmuck angeht, sondern auch ihre Malerei ist wunderschön. Die ganzen Flure im Haus sind voll mit ihren Bildern und ich kann sie immer wieder nur bestaunen. Zudem hat sie vor mit mir Burger zu machen und ich stelle mir das alles ziemlich super vor! Ich freue mich schon sehr darauf.
Von Freitag, dem 18. April, bis Montag, dem 21. April, bin dann ich an der Reihe mit ihm wegzufahren. Wir werden ebenfalls nach Holland fahren, jedoch an einen ganz anderen Ort und wir freuen uns schon seit Wochen darauf! Bis dahin heißt es also noch etwas geduldig bleiben und die Ferien solange genießen. Ich hoffe, ihr habt auch was schönes vor oder seid bereits schon im Urlaub!

Dienstag, 18. März 2014

Eifersucht ist und bleibt ein Problem.

Seit meinem letzten Post sind mal wieder einige Tage vergangen. Leider Gottes hat meine Klausurenphase wieder begonnen und meine schlechte Angewohnheit, dieses Mittagsschläfchen nach der Schule, begrüßt mich auch wieder täglich. Somit komme ich erst jetzt wieder zu einem neuen Post. Ich wollte mich noch einmal für die ganzen lieben Kommentare bei euch bedanken! Ich freue mich so darüber, dass mir noch ein paar Leser erhalten geblieben sind, obwohl ich meinen Blog wirklich lange vernachlässigt habe.
Heute ist der 18. März 2014. Kommt euch das Datum noch bekannt vor? Heute vor zwei Jahren bin ich mit ihm zusammengekommen. Trotzdem kann ich mich noch so gut an diesen Tag erinnern, als wäre er erst gestern gewesen. Ich muss aber auch nicht unbedingt lächeln, wenn ich gerade daran zurückdenke, ich sehe es viel mehr neutral. Der Kontakt zu ihm besteht noch immer, jedoch in Brüchen. Ich antworte ihm genauso, wie allen Anderen auch. Nicht mehr dieses stundenlange Nachdenken, das mich fast in den Wahnsinn getrieben hat, weil ich mir nie sicher sein konnte, ob er mir darauf denn auch antworten würde oder nicht. Naja, genug von ihm, kommen wir zu ihm, meinem Jungen.
Wie bereits im Titel erwähnt, muss ich mir etwas von der Seele schreiben. Ich habe darüber bis jetzt noch mit niemandem wirklich gesprochen, da ich es irgendwie peinlich finde und sicher ist es auch noch völlig unnötig. Es gibt da ein Mädchen in seiner Klasse, welches seit er auf die Schule kam, in ihn verknallt war. Dies soll allerdings seit Anfang des neuen Schuljahres wieder vorbei gewesen sein, doch dem schenke nicht nur ich keinen Glauben, sondern auch sein bester Freund nicht. Dieser hatte ihn ebenfalls schon auf ihre Blicke angesprochen, die sie uns manchmal zuwirft. Er hat das noch nie mitbekommen, ich aber schon, zumindest spüre ich sie deutlich auf mir und das gibt mir ein unwohles Gefühl. Er und ich kamen schon öfter auf sie zu sprechen (aus welchem Grund auch immer) und dabei fallen fast immer solche Worte: "Ich könnte mich nie in sie verlieben", "Ich finde sie nicht hübsch", "Irgendwas an ihr ist gruselig" und so weiter. Natürlich gibt mir das Sicherheit und er zeigt mir sehr oft, dass ich das einzige Mädchen bin, das er an seiner Seite haben möchte und ihn glücklich macht. Dennoch könnte ich ihr den schlimmsten Todesblick aller Zeiten zuwerfen, sobald ich sie mit ihm reden sehe. Wie sie ihn anlächelt, über jedes seiner Worte lacht, ihm kurze und schnelle Blicke mal zuwirft, wie ihre Freundinnen mich alle mit diesem "Warum existierst du eigentlich?"-Blick anschauen, wie sie ihn andauernd anschreibt, wie sie die Hausaufgaben macht, nur weil er sie danach gefragt hat bzw. das tut, was er gerne hätte. Ihm fällt das alles nicht auf, ich aber habe das alles jetzt ein Jahr mit ihm hinter mir und bin nicht dumm. Eigentlich finde ich, dass man das nicht mal als "Eifersucht" bezeichnen kann, da ich ja nicht an ihrer Stelle sein will und trotzdem finde ich kein anderes Wort dafür.
Jetzt geht es mir etwas besser, nachdem ich das alles losgeworden bin. Ich werde gleich duschen gehen und mich dann morgen wieder zur Schule schleppen. Dieser Ort ist momentan wirklich grauenhaft, da er krank ist und ich somit mit einem Haufen Vollidioten feststecke. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend, eine gute Nacht und einen gelungen Start in einen neuen Tag!